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#regrettingparenthood – Wir überfordern uns

26. Januar 2016

familienvaterNach #regrettingmotherhood nun #regrettingfatherhood? Jetzt sprechen auch Väter öffentlich davon, dass Elternsein nicht per se glücklich macht. Sondern einen durchaus an die eigenen Grenzen bringen kann.

Sie machen damit, so schreibt Thorsten Fuchs,

„die Erfahrung, die Mütter schon bestens kennen: Alles zusammen wird schwierig. Sämtliche Ansprüche zu erfüllen, nie der Letzte zu sein, der sein Kind vom Kindergarten abholt, stets den perfekten selbstgebackenen Kuchen beim Kleiderbasar im Kindergarten zu spenden – und dennoch Karriere zu machen: unmöglich. Willkommen, liebe Väter, in der wunderbaren Welt der Überforderung.“

Vielleicht handelt es sich auch einfach um eine Überforderung einer ganzen Generation. Die, so der Soziologe Hans Bertram, rühre daher, dass wir heute mehr zu arbeiten hätten und dabei auch noch ständig auf der Hut sein müssten, beruflich den Anschluss nicht zu verpassen. Generell dauere es auch länger, einen vernünftigen Job zu bekommen. Dazu komme dann die Familiengründung, die genau in die Zeit fällt, in der es wichtig wird, beruflich engagiert und präsent zu sein. Das ist zu viel auf einmal. Zu großer Stress. Und obwohl wir unterm Strich somit weniger Zeit haben als früher, verzichteten Eltern heute nicht etwa auf die Zeit für die Kinder. Ganz im Gegenteil, so kann man hier lesen.

„Da ist ein ganz paradoxer Effekt: Praktisch Europa-weit kann man zeigen, dass die Zeit für Kinder gestiegen ist. Das heißt, die Eltern, auch die Väter, investieren mehr Zeit in ihre Kinder, als die eigene Elterngeneration.“

Ganz unabhängig vom Geschlecht verlangen wir uns vermutlich selbst schlichtweg zu viel ab.

Die Lösung? Eine Entzerrung unserer Lebensläufe – eine, die auch noch große Taten nach dem 65.Lebensjahr zulässt: Karriere, Studium, Beruf, Selbständigkeit auch im reiferen Alter sollten machbare Optionen werden.  Das nimmt den Druck raus. So wäre unser Leben in der Mitte (der „Rush-Hour“) nicht mehr so dicht gedrängt, dass es uns manchmal verzweifeln lässt. Doch dafür muss auch die Arbeitswelt erst umdenken.

 

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Bild: photocase.com

Lieber ein Buch…?

18. Dezember 2015

photocase912962267572Viele lesen immer noch lieber ein gedrucktes Buch statt elektronisch auf E-Reader, Tablet oder Computer. „Das Buch und der Buchmarkt leben,“ schrieb die FAZ im Oktober anlässlich der Buchmesse: „Es sind zunehmend junge, technikaffine Menschen, die als Ausgleich und als Ergänzung zur Elektronik auch wieder Gedrucktes lesen.“

Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, mein Buch „Und was jetzt? Wie Frauen der Spagat zwischen Unabhängigkeit und Familienglück gelingt“ nicht nur als E-Book, sondern auch als Taschenbuch und Hardcoverversion mit Schutzumschlag anzubieten. Beide Varianten sind nun bei buecher.de, Thalia.de, Hugendubel.de, BoD.de und natürlich bei amazon.de u.v.a.m. erhältlich. Und wer mag, kann es natürlich auch im Buchhandel bestellen.

Worum es überhaupt in dem Buch geht? Hier mehr:

Was wird eigentlich aus meinen beruflichen Zielen, wenn ich ein Kind bekomme? Wieso bleibt hier alles an mir als Frau hängen? Und was, wenn ich gar kein Kind will? Vor allem: Wie wehre ich mich gegen all die Erwartungen und Ansprüche von außen?

Diese Fragen treibt nicht wenige Frauen um. Es wird von „Babyangst“ gesprochen und der „Rolle rückwärts“ an Herd und Wickeltisch. Dem nicht genug: Frauen, die sich gänzlich der Familie und dem Haushalt widmen wollen, werden belächelt, während sogenannte Karrierefrauen ohne Kinder bedauert werden. Egal wie eine Frau es auch macht, es scheint nie richtig zu sein,

Das Buch beleuchtet die Konflikte und Zweifel heutiger Frauen. Und es zeigt, wie man sich dagegen wehren kann.

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Foto: photocase.com

Ab in die Küche? Kümmern, pflegen, sorgen…

11. Dezember 2015

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Warum gelten Frauen auch heute noch meist als zuständig für Kinder und Küche? Weshalb werden Pflege, Hausarbeit und Erziehung immer noch mit Weiblichkeit identifiziert?

Weil „aus der Gebärfähigkeit des Frauenkörpers eine quasi natürliche Zuständigkeit von Frauen für die Beziehungsarbeit mit Menschen abgeleitet wird“,erklärt Christine Bauhardt, Professorin an der Humboldt Universität.

Ein seltsamer Automatismus existiert da offensichtlich immer noch in unseren Köpfen. „Dass diese Gebärfähigkeit nur eine Option darstellt, die keineswegs von allen Frauen realisiert wird, gerät dabei anscheinend in Vergessenheit,“ heißt es weiter in dem sehr interessanten Artikel des Tagesspiegels dazu.

 

 

Mütter ohne Weichzeichner

6. November 2015

Welch eine Wohltat! Das Linzer Kunstmuseum nimmt in seiner aktuellen Ausstellung gerade die sogenannten Rabenmütter aufs Korn. Ein gelungenes Kontra auf die „Glorifizierung von Selbstlosigkeit, Fürsorge und Engelsgeduld, die jede Mutter schier in Schuldgefühlen ertrinken lässt, wenn sie im Supermarkt angesichts ununterbrochenen Quengelns die Nerven weggeschmissen hat,“ so beschreibt es perfekt dieStandard.at.

 

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Foto: Judith Samen – Brotschneiden/lentos

„Und was jetzt?“

2. Oktober 2015

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Ab sofort gibt es mein neues E-Book:

 

Es dreht sich um die Frage, wie man als Frau den richtigen Lebensweg findet und sich gegen überhöhte Ansprüche zur Wehr setzen kann. Das Buch kam 2003 unter dem Titel „Die Babyfalle“ heraus und wurde nun von mir überarbeitet und aktualisiert. Hier ist das Ergebnis.

„Und was jetzt?  Wie Frauen der Spagat zwischen Unabhängigkeit und Familienglück gelingt“

Es ist in allen bekannten Online-Buchshops zu haben, d.h. bei Hugendubel.de, buecher.de, Weltbild.de, itunes, amazon und vielen anderen mehr.

Und demnächst kommt es auch in Print als BoD.

Vertauschte Rollen – Was Frauen gefragt werden

14. September 2015

Die üblichen dämlichen Fragen, die Schauspielerinnen meist über sich ergehen lassen müssen – hier werden sie einem Mann gestellt. Sehr erhellend. Jesse Eisenberg („The Social Network“) und Kristen Stewart („Twilight“ und „Still Alice“) im Interview:

 

 

„Like a Girl“ – the „Freeze“-Softball-Team

24. Juni 2015

Diese 4- und 5-Jährigen eines Softball-Teams zeigen, wie es geht. Oder wie Betsy Gregory, die Fotografin, über ihre Bilder sagt:

“It’s empowering, really, for little girls… ‘I can dress up but I can still be tough.’”

MTV-News bezeichnet das treffend als „fighting back against gender stereotypes in what is possibly the most adorable way.“  Inspiriert wurde Gregory durch die Kampagne „Like a Girl“. Hier noch mehr davon.

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Frauenfußball

11. Juni 2015

Screenshot (2)Immer wieder Schuhe als Zentrum weiblichen Interesses? Pünktlich zur Frauenfußball-WM 2015 werden wieder Klischees ausgepackt. Und ausgerechnet High Heels werden hier von der ARD symbolträchtig zu Werbezwecken eingesetzt. Wie wenn wir nur in Shopping und Kleidergrößen denken könnten. Obwohl doch Reese Witherspoon sehr deutlich gemacht hat, dass es Frauen um mehr geht und sie die Sache mit den Schuhen satt haben. Nun, vielleicht klappt es zur nächsten WM dann.

Bonus für die Ehefrau?

19. Mai 2015

dollarscheineDas mag man nicht wirklich glauben.

Die Anthropologin Wednesday Martin berichtet in der New York Times davon, wie in manchen reichen New Yorker Familien die schicken Hausmuttis –  sogenannte „Glamorous-stay-at-home-moms“  – am Jahresende einen Bonus von ihrem Ehemann bezahlt bekommen. Natürlich nur, sofern sie die Erwartungen erfüllt haben, soll heißen: wenn sie den Haushalt gut geführt haben und die Kinder guten Noten vorweisen konnten.

Das läßt einen erschaudern – und manchen auch zweifeln.
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Bildnachweis: „Pictures of Money“ via flickr

Starke Wirkung: „This Girl Can“

25. März 2015

Die Oberschenkel schwabbeln? Man schwitzt wie „ein Schwein“? Und das ist entweder nicht schön oder „nicht weiblich“ genug? Die Befangenheit bei Frauen, die sie dazu bringt, sich sportliche Betätigung zu versagen, weil sie sich dem Spott anderer ausgesetzt fühlen, ist größer als vielen bewußt ist. Hier kommt ein viraler Aufruf dazu, möglichst viele der Hemmungen hinter sich zu lassen, die Frauen allzu häufig davon abhalten, etwas zu tun, das ihnen eigentlich viel Spaß macht:

 

Unterlegt mit markanten und selbstbewußten Sprüchen wie „I kick balls, deal with it“ oder „I jiggle, therefore I am“ ist das Video ein toller Ego-Booster für Frauen. Die englische Organisation „Sport England“ hat sich den 30-Sekunden-Spot ausgedacht und hat damit großen Erfolg. Eine großartige Kampagne, die hoffentlich auch in Deutschland möglichst viele Frauen und Mädchen erreicht.

P.S.: Mindestens so sehenswert ist das dazugehörige „Behind the Scenes“-Video – hier>>

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