Geschlechtsneutrales Jubeln

14. Dezember 2011

Kleines Walstertal /@ wikipedia.de

Österreich ist endlich auch Heimat “Großer Töchter”. Das Land hat in seiner Bundeshymne “jetzt das offenkundig männerbündlerische Wort „Bruderchöre“ durch geschlechtsneutrale „Jubelchöre“ ersetzt. Jubeln darf man in einer Hymne schließlich immer. Die Ungerechtigkeit, dass es einzig und allein das „Vaterland“ ist, das bejubelt wird, ist wohl als eine vorerst unabänderliche sprachliche Tatsache hinzunehmen.” (nachzulesen u.a. hier)

Um korrekt zu sein: nicht alle jubeln mit. “Wir singen, was wir wollen,” lassen die einen unbeirrt verlauten. Andere nennen die Änderung “Genderklamauk”. Doch diese Stimmen von Rechtspopulisten wollen wir mal überhören…

Fakt ist, dass die seit 1994 dauernden Bemühungen und Streitereien endlich ein Ende gefunden und die Österreicher und Österreicherinnen ab 1.Januar 2012 eine geschlechtergerechte Bundeshymne haben.  Von “Verhunzung” war die Rede, von “ästhetischem Gräuel”  sowie vom unrechtmäßigen “Eingreifen in ein poetisches Werk”. Weshalb diese Aufregung? Wem tut das schon weh? So much passion for only  a few words…. Die Strafe für manchen Abgeordneten, der sich in vorpubertäre Witze flüchtete, naht unaufhaltsam: “Es wird eine Genugtuung”, sagte Grünen-Frauensprecherin Judith Schwentner, “wenn die das bald alle singen müssen.”

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