Das innere Korsett

Liebe Netzgemeinde,

endlich ist es da! Ich freu mich, dass nach einem intensiven Jahr der Recherche- und Schreibarbeit (von Gabiela Häfner und mir) unser Buch “Das innere Korsett” jetzt druckfrisch beim C.H.Beck-Verlag zu haben ist.


Bärbel Kerber, Journalistin, Autorin

Gedrucktes hat mich schon immer fasziniert. Weswegen ich wurde, was ich bin. Journalistin. Der Geruch von Zeitschriften, das Geraschel einer Tageszeitung und die Lust und Vorfreude beim Umblättern von Buchseiten - all das sind Zutaten eines Mediums, das in bits und bytes nie adäquaten Ersatz finden kann. Trotzdem bin ich im Internet gelandet.

Frauen sind vielschichtiger und anspruchsvoller als das die üblichen Frauenmagazine glauben machen wollen. Deshalb betreibe ich (mit tatkräftiger Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen) im Web „MissTilly.de“ - ein unabhängiges Magazin für Frauen, deren Gedanken um mehr kreisen als nur Figurprobleme, die neue It-Bag und Beziehungsstress. Wir machen das nicht für Ruhm und Ehre, sondern vor allem aus Überzeugung und Begeisterung.

Und da die Themen Frauenpolitik, Gleichstellung, Emanzipation, Vereinbarkeit, Familie und weibliche Rollenbilder nicht nur auf "MissTilly.de" gefragt sind, schreibe ich Artikel hierzu auch für andere (Print-) Medien sowie Sachbücher.

Vielleicht kommt man auf diese Themen zwangsläufig, wenn man vier Kinder hat (und davon drei Töchter sind). Vielleicht ist es aber auch einfach nur Resultat eines hartnäckigen Idealismus' und Optimismus'.

Es gibt so viele gut gemachte Onlinemagazine im Netz - völlig umsonst für den Leser und die Leserin. Doch ob Onlinejournalismus (als Qualitätsjournalismus) eine echte Chance hat, ist offen. Und ob man damit jemals wirklich Geld verdienen kann, ebenso. Aber wir bleiben dran. Denn: „Ich glaube in der Tat, dass es der Job von Journalisten ist, die Wirklichkeit nicht als notwendig zu betrachten, sondern als veränderbar“, sagte Jakob Augstein im MediumMagazin Nr. 4/5 2010. Genau das finde ich auch.

Ihre Bärbel Kerber

„Like a Girl“ – the „Freeze“-Softball-Team

24. Juni 2015

Diese 4- und 5-Jährigen eines Softball-Teams zeigen, wie es geht. Oder wie Betsy Gregory, die Fotografin, über ihre Bilder sagt:

“It’s empowering, really, for little girls… ‘I can dress up but I can still be tough.’”

MTV-News bezeichnet das treffend als „fighting back against gender stereotypes in what is possibly the most adorable way.“  Inspiriert wurde Gregory durch die Kampagne „Like a Girl“. Hier noch mehr davon.

tough-girls-as-princesses

Frauenfußball

11. Juni 2015

Screenshot (2)Immer wieder Schuhe als Zentrum weiblichen Interesses? Pünktlich zur Frauenfußball-WM 2015 werden wieder Klischees ausgepackt. Und ausgerechnet High Heels werden hier von der ARD symbolträchtig zu Werbezwecken eingesetzt. Wie wenn wir nur in Shopping und Kleidergrößen denken könnten. Obwohl doch Reese Witherspoon sehr deutlich gemacht hat, dass es Frauen um mehr geht und sie die Sache mit den Schuhen satt haben. Nun, vielleicht klappt es zur nächsten WM dann.

Bonus für die Ehefrau?

19. Mai 2015

dollarscheineDas mag man nicht wirklich glauben.

Die Anthropologin Wednesday Martin berichtet in der New York Times davon, wie in manchen reichen New Yorker Familien die schicken Hausmuttis –  sogenannte „Glamorous-stay-at-home-moms“  – am Jahresende einen Bonus von ihrem Ehemann bezahlt bekommen. Natürlich nur, sofern sie die Erwartungen erfüllt haben, soll heißen: wenn sie den Haushalt gut geführt haben und die Kinder guten Noten vorweisen konnten.

Das läßt einen erschaudern – und manchen auch zweifeln.
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Bildnachweis: „Pictures of Money“ via flickr

Starke Wirkung: „This Girl Can“

25. März 2015

Die Oberschenkel schwabbeln? Man schwitzt wie „ein Schwein“? Und das ist entweder nicht schön oder „nicht weiblich“ genug? Die Befangenheit bei Frauen, die sie dazu bringt, sich sportliche Betätigung zu versagen, weil sie sich dem Spott anderer ausgesetzt fühlen, ist größer als vielen bewußt ist. Hier kommt ein viraler Aufruf dazu, möglichst viele der Hemmungen hinter sich zu lassen, die Frauen allzu häufig davon abhalten, etwas zu tun, das ihnen eigentlich viel Spaß macht:

 

Unterlegt mit markanten und selbstbewußten Sprüchen wie „I kick balls, deal with it“ oder „I jiggle, therefore I am“ ist das Video ein toller Ego-Booster für Frauen. Die englische Organisation „Sport England“ hat sich den 30-Sekunden-Spot ausgedacht und hat damit großen Erfolg. Eine großartige Kampagne, die hoffentlich auch in Deutschland möglichst viele Frauen und Mädchen erreicht.

P.S.: Mindestens so sehenswert ist das dazugehörige „Behind the Scenes“-Video – hier>>

„Was ist so bedrohlich an einer freien Frau?…“

11. März 2015

…fragte Sibel Kekilli bei einem Symposium des Bundespräsidenten und TERRE DES FEMMES zum Thema „Gemeinsam gegen Gewalt an Mädchen und Frauen“ in Schloß Bellevue. Hier kann man ihre bewegende Rede erleben:

 

 

Mindestens so sehenswert ist auch die neue Kampagne „Schaust du hin“ von TERRE DES FEMMES.

„Why I Dance“ – Pole Dancing in anderem Licht

3. März 2015

In „Why I Dance“  zeigen 16 Frauen, weshalb das Tanzen an der Stange für sie ein Akt ist, zu sich selbst zu finden. Mutig präsentieren sie sich dabei authentisch, stark und verletzlich zugleich. Dieser Film hat meine Sichtweise auf Pole Dancing völlig verändert.

 

 

 

 

 

#AskHerMore

24. Februar 2015

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„Frag sie mehr als nur nach ihrem Kleid.“ Eine berechtigte, eigentlich längst überfällige Aufforderung, die pünktlich zur Osacarnacht die Runde machte. Reese Witherspoon (und viele andere Schauspielerinnen) haben es gehörig satt, als Frau auf dem roten Teppich die immer gleichen Fragen beantworten zu müssen: Sie fordern gemeinsam mit der Kampagne #AskHerMore endlich intelligentere Fragen als jene nach ihrem Aussehen und dem, was sie gerade tragen.

 

askhermore1

 

„50 Shades of Grey“ und das Schlampenargument

19. Februar 2015

Shades of GreyGeheimes Verlangen von E L James

Nach dem Buch (bzw. Büchern) nun der Film: Und alle Welt rätselt, wieso ausgerechnet ein Sadomaso-Plot mit einer unterwürfigen Protagonistin auf solch unglaublich großes Interesse stößt. Tatsächlich sprengt „Fifty Shades of Grey“ auch im Kino sämtliche Besucherrekorde.

Die für mich überzeugendste Analyse liefert Susan Vahabzadeh in der Süddeutschen Zeitung vom 12.2.15. Sie nennt als einen Grund, weshalb die Geschichte von „Fifty Shades“ gerade für Frauen so reizvoll ist, unter anderem:

 „Es gibt einstweilen keine Gesellschaft, nicht mal im freizügigen Europa und schon gar nicht in den USA, in denen Mädchen nicht doch das Label Schlampe fürchten müssen, wenn sie gern Sex haben – Unterwerfungsfantasien unterlaufen das, weil sie die Verantwortung fürs eigene Handeln ausblenden.“

 

 

 

„Das innere Korsett“ – unser Buch ist da!

10. Februar 2015

Endlich. Heute ist Erscheinungstermin und Auslieferungstermin für den Buchhandel. Das heißt, ab 17. Februar spätestens müsste es in den Buchläden ausliegen: Unser Buch, das uns viel Schweiß gekostet hat – aber alle Mühen wert war. Jetzt liegt es an den Leserinnen und Lesern, das zu beurteilen. Ich bin sehr gespannt. Und für jegliche Rückmeldung dankbar.

 

 

buchcover-korsett

 

 

Wir sind viel mehr als „nur schön“

26. Januar 2015

#nichtschön

 

Tolle Idee sowie Umsetzung von Marie Meimberg!

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