A chinese lion statue

Gedrucktes hat mich schon immer fasziniert. Weswegen ich wurde, was ich bin. Journalistin. Der Geruch von Zeitschriften, das Geraschel einer Tageszeitung und die Lust und Vorfreude beim Umblättern von Buchseiten - all das sind Zutaten eines Mediums, das in bits und bytes nie adäquaten Ersatz finden kann. Trotzdem bin ich im Internet gelandet.

Frauen sind vielschichtiger und anspruchsvoller als das die üblichen Frauenmagazine glauben machen wollen. Deshalb betreibe ich (mit tatkräftiger Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen) im Web „MissTilly.de“ - ein unabhängiges Magazin für Frauen, deren Gedanken um mehr kreisen als nur Figurprobleme, die neue It-Bag und Beziehungsstress. Wir machen das nicht für Ruhm und Ehre, sondern vor allem aus Überzeugung und Begeisterung.

Und da die Themen Frauenpolitik, Gleichstellung, Emanzipation, Vereinbarkeit, Familie und weibliche Rollenbilder nicht nur auf "MissTilly.de" gefragt sind, schreibe ich Artikel hierzu auch für andere (Print-)Medien sowie Sachbücher.

Vielleicht kommt man auf diese Themen zwangsläufig, wenn man vier Kinder hat (und davon drei Töchter sind). Vielleicht ist es aber auch einfach nur Resultat eines hartnäckigen Idealismus' und Optimismus'.

Es gibt so viele gut gemachte Onlinemagazine im Netz - völlig umsonst für den Leser und die Leserin. Doch ob Onlinejournalismus (als Qualitätsjournalismus) eine echte Chance hat, ist offen. Und ob man damit jemals wirklich Geld verdienen kann, ebenso. Aber wir bleiben dran. Denn: „Ich glaube in der Tat, dass es der Job von Journalisten ist, die Wirklichkeit nicht als notwendig zu betrachten, sondern als veränderbar“, sagte Jakob Augstein im MediumMagazin Nr. 4/5 2010. Genau das finde ich auch.

Ihre Bärbel Kerber

Gesammelte Zitronen

20. Juli 2010

Das geht gar nicht. Der Meinung ist auch “dieStandard” und vergibt regelmäßig Zitronen für Sexismus, Klischees und Geschlechtermythen, wie sie in der Werbung und den Medien zu sehen und hören sind. Und die machen einen (fast) sprachlos.

Frauen auf Expedition

21. Juni 2010

Auf den Punkt – genau! “Eine Zukunft für Frauen von Frauen mitgestaltet” . Gute Analyse und konkrete Vorschläge für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Beruf von DB-Research/ Frau Claire Schaffnit-Chatterjee

Ersatzlos streichen

21. Mai 2010

“Das Frollein geht in Rente” - wunderbar! Doch nein, liebe Knigge-Gesellschaft, wir wollen keine Alternative (und das “Herrlein” ja auch nicht). Sondern stehen voll und ganz hinter dem Vorschlag von Christine Käppeler: einfach sterben lassen.

What’s that all about

8. April 2010

„Einsam und ziemlich sinnlos rast unser Planet durchs All, aber wir haben ihm etwas abgeluchst, was die Saurier nicht kannten und die Lurche nicht kennen: ein Lachen, ein Küssen, ein Jubeln, ein Ja.”

(Wolf Schneider in „Glück“)

Das kann man fast nicht schöner sagen.